Einweisung in Automatischen externen Defibrillator (AED) am 08.03.2006:

Rund 130.000 Menschen sterben in Deutschland pro Jahr am plötzlichen Herztod, ausgelöst durch Herzkammerflattern bzw. -flimmern aufgrund auftretender Herzrhythmusstörungen. Der Herzmuskel bekommt keine regelmäßigen elektrischen Reize und gerät völlig aus dem Takt.
Die Frequenz der Herzschläge steigt von etwa 70 Schlägen pro Minute auf bis zu 500 Schläge an. In dieser akuten Situation geht es um Leben und Tod. Die einzige Chance das Leben der Betroffenen zu retten ist das Unterbrechen des Flimmerns mit einem gezielten Stromstoß. Die elektrische Aktivität des Herzens wird so neu ausgerichtet und regelmäßige Herzschläge sind wieder möglich.
Rettungskräfte setzen dazu Defibrillatoren ein, was jedoch innerhalb kürzester Zeit stattfinden muss. Hier sind die alarmierten Sanitäter oftmals nicht rechtzeitig vor Ort, viele Opfer haben kaum Überlebenschancen oder behalten bleibende Schäden zurück.
Nur Laienhelfer und ein sofort verfügbarer automatischer Defibrillator (AED) können helfen, das Leben der Betroffenen zu retten.
Ein solches Gerät ist auch seit einiger Zeit bei der Autobahnpolizei Dörth für die medizinische Notversorgung unserer Bürger stationiert. Zudem erhalten Feuerwehrleute bereits im Rahmen ihres Grundlehrganges eine Erste-Hilfe-Schulung.
Die Freiwillige Feuerwehr Emmelshausen hat zum Einsatz des AED eine Einweisung sowie weitere medizinische Informationen im Rahmen einer 90minütigen Veranstaltung erhalten. Dr. Rainer Ohnesorge sowie Manfred Kasper und Jörg Liesenfeld gaben ihre Kenntnisse an 22 Feuerwehrleute weiter.
Die Maßnahmen beim Auffinden eines Notfallpatienten wie Kontrolle der Vitalfunktionen, Beatmung, Herz-Lungen-Wiederbelebung waren ebenso Thema wie die Erläuterung des AED in seiner Handhabung und seinen Funktionen. Die theoretischen als auch praktischen Informationen wurden mit großem Interesse wahrgenommen.

Wir danken den Herren Dr.Ohnesorge, Kasper und Liesenfeld für ihren engagierten Einsatz!

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